18.11.2016

Wachstum mit Grenzen – die neue Abfüllanlage von Krones

„Wir gehen unseren eigenen Weg, wir tun das, was wir können, und versuchen dabei, dies nach Möglichkeit ständig besser zu machen, ohne über das Ziel hinauszuschießen“ – so beschreibt Inhaber Jürgen Kunzmann die Philosophie der Firmengruppe Kunzmann.

Der Erfolg gibt Kunzmann Recht: In den vergangenen zehn Jahren konnte der Absatz der Albertus-Quelle-Produktpalette verdoppelt werden – und zwar bewusst, ohne dabei das Niedrigpreissegment zu bedienen. Konsequent bleibt Kunzmann auch, wenn es um das Thema Regionalität geht: Das Mineralwasser ist lediglich in einem Umkreis von 80 Kilometer erhältlich und wird ausschließlich über Getränkefachhändler und Getränkeabholmärkte, nicht im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) angeboten.

Um die Produktion an das Wachstum anzupassen, hat das Unternehmen nun eine neue Krones Abfüllanlage für Mehrweg-Glasflaschen installiert. Das Alter war der entscheidende Grund dafür, eine vorhandene Krones Linie aus dem Jahr 1998 auszutauschen. „Die alte Anlage war ausgelegt auf 20 Millionen Füllungen pro Jahr im Einschichtbetrieb. Wir haben die Linie in den letzten Jahren jedoch im Zweischichtbetrieb mit 40 Millionen Füllungen gefahren. Das hat natürlich an dem Zustand der 18 Jahre alten Linie genagt“, erläutert Jürgen Kunzmann. Bei der neuen Anlage fiel die Entscheidung wieder eindeutig zugunsten einer Glaslinie. Die Firma KRONES löste die Aufgabenstellung entsprechend der Anforderungen an Produktionsablauf und Örtlichkeiten am Besten und setzte sich somit gegen den Wettbewerb durch.

Anfang 2016 konnte die neue Abfüllanlage, nach spannenden fünf Wochen Produktionsstillstand für Aus- und Einbau in Betrieb genommen werden und produziert seitdem mit einer Leistung von 24000 Flaschen pro Stunde, weiterhin ausschließlich Mehrweg-Glasflaschen. Für die Mitarbeiter ist das einheitliche Bedienkonzept aller Anlageneinheiten über moderne Touchpanels hilfreich. Eine weitere Erleichterung ist, dass den angezeigten Störmeldungen auch gleich ein Lösungsvorschlag anhängt. Somit kann die Anlage mit einer kurzen Einarbeitung optimal bedient werden.

Obwohl die neue Linie mit rund einem Drittel höherer Leistung arbeitet, stößt sie bereits wieder an ihre Kapazitätsgrenze. Eine noch höhere Leistung aber wäre vor allem aus Platzgründen nicht möglich. „Und mal ganz ehrlich: Wir leben alle in einer endlichen Welt. Wenn jeder ins Unendliche wachsen wollte – wo sollten wir denn alle hinwachsen? Wir streben kein Wachstum ohne Grenzen an. Wir sind ein Familienunternehmen, tragen soziale Verantwortung und uns geht es gut – man muss auch mal zufrieden sein mit dem, was man hat“, stimmen Natalie und Jürgen Kunzmann überein. „Jeder muss sich seine Nische suchen. Wir haben uns vom quantitativen Mengenwachstum bewusst verabschiedet und versuchen, ein qualitatives Wachstum herbeizuführen. Das bedeutet: das Produktsortiment ausweiten: Nein. Das Sortiment zu reduzieren: Ja“, erklärt Jürgen Kunzmann. Dazu gehören für ihn die Qualität der Mitarbeiter ebenso wie die der Produkte und der Kundenbetreuung. „Und dafür brauchen wir natürlich auch hochwertige Anlagen.“ Diese stehen dem Familienunternehmen Kunzmann mit der neuen Krones Mehrwegglas-Linie jetzt zweifelsohne zur Verfügung.


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